Letscho (in Gläsern als Vorrat für den Winter)

Wir waren im Burgenland und da gibt es im Moment (Juli/August) sehr gute und ausreichend Zutaten für ein Letscho. Nachdem wir Letscho lieben und im Winter gerne mit Tarhonya, Braterdäpfel und/oder Würstel essen und dies eine schnelle Mahlzeit ist (sofern man das Letscho im Sommer eingekocht hat), mache ich mir die Arbeit und koche ein.

Tipp: Wenn man möchte, kann man noch gebratene Speckwürfel hinzufügen, ich lasse das, denn so haben wir ein veganes Gericht, das man auch servieren kann, wenn Veganer zum Essen geladen sind.

An heißen Sommertagen kann man das Letscho, lauwarm essen, das kühlt dann

Zutaten für ca. 14 Gläser (à 390 ml)

  • 3 kg Zwiebeln
  • 3 kg reife Paprika (rot, gelb, orange gemischt)
  • 10 Knoblauchzehen
  • 1,5 kg Fleischparadeiser
  • 1,5 kg Salatparadeiser
  • Sonnenblumenöl
  • Salz
  • 4 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 EL scharfes Paprikapulver oder Piment d’Espelette
  • wenn man möchte: etwas Chiliflocken gemahlen

Zubereitung

  • Paprika vierteln, von Stielansatz, Kerngehäuse und den weißen Scheidewänden befreien. In mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen, Zwiebeln klein schneiden, Knoblauch hacken. Paradeiser häuten, entkernen und klein würfeln.
  • Bei so großen Mengen schneide ich die Zwiebeln und die Paprika mit der Küchenmaschine in Scheiben, das gibt weniger Tränen!
  • Die Paradeiser werden enthäutet und geviertelt.
  • Sonnenblumenöl erhitzen, zuerst Zwiebeln darin langsam andünsten, danach die Paprika dazugeben und weiter dünsten lassen Knoblauch zugeben, salzen und paprizieren. Paradeiser zugeben.
  • Bei kleiner Hitze offen weich dünsten (das dauert zirka eine halbe Stunde). Falls nötig, etwas Wasser zugießen oder das Zuviel an Flüssigkeit abschöpfen, um eine gute, nicht zu flüssige sondern breiige Letscho – Konsistenz zu erhalten.
  • Ordentlich salzen und heiß in gut sterilisierte Gläser füllen, die Gläser zuschrauben, auf den Deckel stellen. Bei Zimmertemperatur auskühlen lassen.
  • Weckt/Rext man das Letscho in Weck-Gläser (mit Gummi und Klammern oder Bügel) ein, muss man die Gläser mit einem befeuchteten Gummi dicht verschließen, zuklammern und diese noch im Backrohr sterilisieren. Dazu stellt man die Gläser mit Abstand (ca. 1 cm) zum Rand und zueinander auf ein tiefes Backblech, gießt heißes Wasser bis zu Rand des Bleches hinein und dreht das Rohr auf 100°C auf. Bei dieser Temperatur lässt man die Gläser (Achtung: Es darf wirklich jedes Glas Nichts berühren und muss frei stehen!) rund 1,5 Stunden sterilisieren, dann den Ofen abdrehen und die Gläser über Nacht drinnen erkalten lassen. Erst am nächsten Tag herausgeben, Gläser beschriften und im kellerkalt lagern.
  • Haltbarkeit: Ca. 1 Jahr, wenn sie nicht schon vorher verspeist wurden.
  • Bei der Zubereitung die Gläser öffnen, Inhalt in einen Topf kippen, aufkochen, noch einmal nachwürzen (Salz, Knoblauch), denn im Glas verliert das Gericht meist ein wenig an Würze, und genießen.

Tipp 1: Man kann die Paradeiser leicht schälen, indem man sie am Strunk kreuzweise einschneidet und ca. 30 Sekunden ins kochende Wasser legt und anschließend im kalten Wasser abschreckt.

Tipp 2: Entfernt man das Innere der Paradeiser (Kerne, inneres Fruchtfleisch und Saft), bitte nicht wegschmeißen! Man kann das in ein mit einem Passiertuch ausgelegtes Sieb gießen und über Nacht abtropfen lassen. Davon erhält man eine äußerst schmackhafte Essenz, die man zu Suppen geben kann. Man kann auch Gelees/Aspiks damit zaubern (vegan, versteht sich), man kann sie auch für Vinaigrettes verwenden, für ‚Bloody Mary‘ der andere Cocktails oder für Saucen (Hühner- oder Fischsaucen), um ihnen einen tiefen, tomatigen Geschmack zu verleihen ohne die Farbe zu verändern. Wenn man ihn nicht sofort braucht, kann man ihn in Eiswürfelbehälter füllen und einfrieren!