Rindsgulasch (4-6 Portionen)

Das Wichtigste beim Zubereiten des Gulasch ist, dass man viel Zeit fürs Schmoren verwendet. 2 Stunden sollte man mindestens einplanen, damit das Fleisch wirklich weich ist. Danach kosten und vielleicht noch etwas länger ziehen lassen. Dabei reicht es, wenn man abdreht und das Gulasch im Saft nachziehen lässt.
Zutaten:
- 1 kg Rinder-Wadschinken oder vorderes Rindfleisch, fein zugeputzt
- 1 kg Zwiebeln
- ca. 1 dl Öl
- 1 EL Tomatenmark
- 3/4 l Wasser
- 2 EL selbstgemachte Gemüse-Suppenwürze
- 3-4 EL Paprikapulver edelsüß
- 3 Knoblauchzehen gepresst
- Salz
- Kümmelpulver
- Majoran
- etwas Zitronenschale, fein gehackt (wenig)
- Essig zum Ablöschen
Zubereitung:
Zwiebeln fein schneiden. Ich schäle die Zwiebeln, viertle sie und lasse sie durch den feinen Multizerkleinerer der Küchenmaschine. Das geht schnell und bereitet nicht so viele Tränen! Dann werden sie in heißem Öl braun geröstet. Das Paprikapulver untermengen, kurz durchrösten und dabei nicht verbrennen lassen, sonst wird das Gulasch bitter. Die Paprika-Zwiebelmasse mit einem Spritzer Essig ablöschen und mit dem Wasser aufgießen. Das Suppenpulver, die Gewürze und das Tomatenmark einrühren und die Zwiebeln weich dünsten lassen. Anschließend die Masse mit dem Pürierstab pürieren, sodass eine sämige Masse entsteht. In der Zwischenzeit das Fleisch in grobe Würfel schneiden und in die sämige Zwiebelmasse geben. Das Gulasch auf dem Herd schwach wallend dünsten lassen. Eventuell die Flüssigkeit mit Wasser korrigieren, das Fleisch sollte immer bedeckt sein. Garungsdauer ist etwa 2-3 Stunden. Das Fleisch sollte kernig weich sein, da es im heißen Saft noch nachgart. Das Saftgulsch sollte am Schluss etwas rotes Fett, den ‚Spiegel‘ an der Oberfläche aufweisen. Sollte der Saft zu dünn sein, kann man das Gulasch noch ’stauben‘, dafür versprudelt man glattes Mehl mit etwas Wasser und rührt es in den kochenden Saft ein. Etwas köcheln lassen, um zu sehen, ob die Konsistenz des Saftes gut ist, ansonsten diesen Vorgang wiederholen.
Als Beilage kann man Salzerdäpfel, Serviettenknödel, Semmelknödel, Semmeln oder selbst gemachte Salzstangerln (siehe Blogrezept), Spätzle oder Waldviertler Knödel reichen.
Tipp: Sollte man zu wenig Fleisch und viel Saft haben (ist meist eh icht der Fall), kann man den Saft zu Debrezinern oder Sacherwürsterl reichen und hat eine weitere Mahlzeit, nämlich ‚Würstel mit Saft‘.





