Liqueur d’Orange

ergibt 5-6 0,7l Flaschen

Dieses Rezept stammt von Renate Kaufmann #Frag die Oma (Instagram) und ist der ORF Nachlese entnommen. Ich habe das Rezept etwas abgewandelt und auf meine Bedürfnisse adaptiert. Der Geschmack ist fulminant! Hier kann man den puren Geschmack der Orangen, die ab November Saison haben und auch zu dieser Zeit am besten schmecken, einfangen. Ich habe mir das Netz, in dem die Orangen über dem Alkohol hängen, selbst aus Baumwollgarn gehäkelt)

Zutaten

  • 2 l Korn (80%)
  • 1 großes Glas (ca. 5 L – Einmachglas)
  • 1 Netz (in dem die Orangen verpackt waren oder selbst gehäkelt)
  • 6 Bio-Orangen
  • 1,2 kg Kristallzucker
  • 2 l Wasser

Zubereitung

Zuerst werden die 2 Flaschen Korn ins Glas gegossen. Dann wäscht man die Orangen gut, hängt sie in das Netz und stülpt dieses über den Glasrand, sodass die Ränder des Netzes über den Glasrand hinaushängen bzw. man hängt das Netz zusätzlich noch im Verschluss des Glases ein. Dann wird der Deckel des Glases geschlossen und so wird das Netz mit den Orangen festgehalten. Die Früchte sollen dabei nicht in die Flüssigkeit ragen, sondern mindestens 1 cm über dem Alkohol hängen.

Die wunderbaren Aromen der Schale werden durch Mazeration (Auslaugen der Aromastoffe) schonend freigesetzt. Die Dämpfe lösen die ätherischen Öle im Alkohol und dieser konserviert wiederum.

Jetzt braucht man nur noch etwas Geduld. Die Orangen müssen mindestens 2 Wochen (bis zu 5 oder 6 Wochen) in diesen Dämpfen hängen. Man kann nach einigen Tagen sehen, wie die Orangen ’schwitzen‘ und heruntertröpfeln. Der Korn erhält eine leicht gelbliche Farbe. Ich lasse die Orangen etwa 5 Wochen hängen. Dann öffnet man das Glas und entfernt die Orangen (man kann sie leider nicht mehr weiterverwenden, denn sie sind völlig ausgelaugt und sehen auch schal aus).

Nun kocht man Zucker mit Wasser zu Läuterzucker, lässt dieses Gemisch auskühlen und gießt sie zum Mazerat. Ich lasse diese Mischung dann einige Tage stehen (bis zu einer Woche), da die Flüssigkeit durch das Zusammenmischen trüb wird und einige Zeit braucht, bis sie wieder aufklart. Der Likör ist allerdings fertig und man kann ihn verkosten! Er schmeckt herrlich!

Wenn die Trübung verschwunden ist, fülle ich den Likör in Flaschen und man kann ihn dann entweder genießen oder aber man verwendet ihn zum Backen – er verleiht ein einzigartiges Aroma!