Grammeln und Schmalz

Ich habe von meiner Demeter-Bäuerin Verena Brabec vom Wolfhof in Pressbaum frisches Fleisch bekommen. Auch fetter Schweinespeck war auf der Liste. Ich erinnere mich, wie wir zu Hause immer ein Schwein geschlachtet haben. Es wurde meist zwischen zwei Familien aufgeteilt und jeder einzelne Teil des Tieres wurde verarbeitet. Alle halfen mit und gemeinsam wurden Blunzn, Grammeln, Würstel, Schmalz, Grammelschmalz, Sulz und viele andere Gerichte hergestellt. Kein Teil des Tieres wurde verschwendet. Ich erinnerte mich daran, als ich Verenas Liste bekam und dachte: Wie gut würden selbst gemachte Grammeln jetzt schmecken. Also bestellte ich mir neben den üblichen Gustostückerln auch Speck und Bauchfleisch, um daraus Grammeln, Schmalz und Grammelschmalz sowie Chili-Käseleberkäse herzustellen. Die Grammeln wurden ziemlich gleich von einigen Familienmitgliedern verkostet und sie waren hellauf begeistert, man konnte fast nicht aufhören zu naschen und ich musste sie wegräumen, um dieses kostbare Gut für später noch zu retten! 😉 Dieses Rezept stammt von meiner Mama, von der ich sehr, sehr viel gelernt habe. Noch heute habe ich so manche Worte von ihr im Ohr wie zum Beispiel bei den Grammeln: Die braucht man, damit die Grammeln eine ordentliche Farbe bekommen…..

Zutaten

  • 1 kg fetter Schweinerückenspeck (am besten ohne Schwarte)
  • 100 ml Milch
  • 1/4 TL Salz

Zubereitung

  1. Speck in 2 cm große Würfel schneiden.
  2. Milch und Salz in einem Topf erhitzen. Speckwürfel zugeben und bei geringer Hitze schmelzen lassen.
  3. Sobald das Schmalz klar wird, ständig weiterrühren und die Grammeln goldbraun bräunen.
  4. Schmalz und Grammeln in eine Erdäpfelpresse füllen und gut auspressen und das Schmalz in einem Tongefäß auffangen.
  5. Die ausgekühlten Grammeln kann man in einem Weck-Glas gekühlt (Keller/Lehmkeller) aufbewahren.